Beitragsauswahl » Corona

22.01.2022 Neujahrsempfang einmal anders

Kategorien: St. Paulus | Caritatives / Hilfe      Schlagwörter:

Seit Jahrzehnten steht im Rahmen eines Neujahrsempfanges ein „Dankeschönabend“ für die Ehrenamtlichen der Paulusgemeinde an. Seit zwei Jahren ist dieses aufgrund der Coronasituation nicht möglich.

Kein Austausch, keine Kommunikation, kein Rückblick auf das vergangene Jahr, es war, wie ein Gemeindemitglied treffend sagte, einfach nur traurig.

Eine neue Idee musste her: Vorschläge wurden gemacht, diskutiert und wieder verworfen. Schließlich kristallisierte sich eine Idee heraus: „Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg zum Propheten!“

Für die St.Paulus-Gemeinde bedeutete dies: Warum nicht ein „Dankepaket“ an die Ehrenamtlichen packen und dieses durch den Pfarrgemeinderat direkt an die Haustür der Empfänger bringen?

Gesagt, getan. Fast 100 Tüten wurden gefüllt mit Schokolade, Wein, Sekt, Schinken, für die Jüngeren einen Eisgutschein, einen kleinen Blumengruß, vergessen wurde auch nicht ein schriftliches „Danke“, ein Gebet um Vertrauen, gute Wünsche fürs neue Jahr und die Bitte mit der täglichen Situation zu leben und St. Paulus immer im Blick zu haben.

Die Resonanz an den Haustüren war spektakulär!!! Überraschung, Freude, Tränen, Dankbarkeit, all das wurde registriert. „Ihr habt uns ja doch nicht vergessen“, so die Aussage eines „Betroffenen“.

Gesponsert wurde die Aktion übrigens vom Erzbistum.

Einen Tag Arbeit zwischen den Feiertagen, Motivation für das ganze Jahr, so die Bilanz des „Auslieferungsdienstes“. Der Pfarrgemeinderat und Helfer

08.01.2021 „Lichtergang“ – Adventsfeier to go

Kategorien: St. Paulus, kfd St. Paulus | Messe / Andacht      Schlagwörter: ,

Auch in diesem Jahr musste die traditionelle ökumenische Adventsfeier der kfd St. Paulus gemeinsam mit den Frauen der ev. St. Jakobus-Gemeinde wieder abgesagt werden.

Es war nicht zu verantworten, dass 60 – 70 Frauen in einem Raum zusammentreffen.

Da kam gerade passend der Vorschlag unseres Bundesverbandes für eine Adventsfeier „to go“, den wir sehr gerne in die Tat umsetzten.

Am 16. Dezember trafen sich 25 kfd-Frauen und Gäste vor der St.-Paulus-Kirche und machten sich auf den Weg, in Form eines „Lichtergangs“ in der Domlandsiedlung unterschiedliche Lichtquellen zu entdecken.

Eine große Laterne war unsere 1. Station: Licht ist früher etwas Gefährdetes gewesen; ohne Licht fehlte die Orientierung im Dunkeln. Die Menschen haben die Laterne als Schutz für das Licht erfunden, das dadurch auch transportabel wurde. Laternen erleuchten uns den Weg und helfen, nicht in die Irre zu gehen. Passend zu diesem Gedanken hörten wir Worte aus dem Evangelium (Joh. 8,12) und ein Gebet.

Mit dem Lied „meine Hoffnung und meine Freude“ machten wir uns auf zur 2. Station, an der in einem Garten viele Lichterketten hell erstrahlten. Lichterketten können ein Zeichen dafür sein, wie groß unsere Sehnsucht nach einem Licht in der Dunkelheit ist. Der Prophet Jesaja verknüpft die Sehnsucht nach dem Licht mit der Sehnsucht nach der Ankunft des Messias, der Licht in die Dunkelheit der Welt bringt (Jesaja 1) .

Der Kanon „Mache dich auf und werde Licht“ leitete uns zu einer offenen Feuerschale. Die Faszination für offenes Feuer ist bis heute geblieben. Alle Sinne werden beim Feuer angesprochen: es knistert, es wärmt, es verbreitet einen unnachahmlichen Geruch und flackert lebendig. Im Gebet baten wir Gott um seinen Segen für das Feuer, das die Nacht erhellt, uns wärmt und belebend wirkt.

An einer weiteren Station faszinierten uns kleine, funkensprühende Wunderkerzen. Die wie Sterne blitzenden Lichterfunken erfreuen das Herz. Als Vorboten der Freude, die uns Weihnachten geschenkt wird, passen sie auch in eine eher besinnliche Zeit. Monika Müller-Kröker – kfd

10.04.2021 Kreuzweg „To-Go“ der St. Paulus-Gemeinde

Kategorien: St. Paulus | Messe / Andacht      Schlagwörter:

Eine zweigeteilte Kreuzwegandacht erlebten die Besucher in der vergangenen vorösterlichen Zeit in St. Paulus.
Jeweils zu Beginn und am Ende der Fastenzeit wurden sieben Stationen angeboten. Ort war das nördliche Außengelände am Paulinum. Die Nordwand des Zentrums diente als Leinwand für die ausdrucksstarken Bilder des Kreuzweges der St. Paulus-Kirche. Oliver Roth, Lichtkünstler aus Minden, konnte dafür gewonnen werden.
Eindrucksvolle Texte, gelesen von Gemeindemitgliedern der St. Paulus-Gemeinde, begleiteten die Bilder und brachten uns den Leidensweg des Herrn, besonders auf unsere Zeit bezogen, sehr nahe.
Angedacht war auch so der zweite Termin am Ende der Fastenzeit für die Kreuzwegstationen 8 – 14. Leider verweigerte die „Elektrik“ ihren Dienst. So kam es bei fast absoluter Dunkelheit „nur zum Vortragen“ der Texte. Das tat aber der Spiritualität keinen Abbruch. Beide Andachten waren jeweils auf ihre Art eine wunderbare Vorbereitung auf Ostern.
Danke an die Lektoren, die einfühlsam die Texte vortrugen, Danke an das Vorbereitungsteam. Ein besonderer Dank geht an die vielen Besucher, die trotz Kälte und mangelnder Sitzgelegenheiten, sich vorbildlich verhielten. Wir waren begeistert von Euch. Für das Vorbereitungsteam, Hansi Walden

12.12.2020 Letztmalig hl. Messe in St. Maria Lahde

Kategorien: St. Elisabeth | Messe / Andacht      Schlagwörter: ,

Am zweiten Advent, dem 06.12.2020, wurde nach 65 Jahren zum letzten Mal in der Kirche St. Maria in Lahde eine hl. Messe im römisch katholischen Ritus gefeiert.

Der Gottesdienst musste leider unter den aktuellen Corona-Bedingungen stattfinden. Es konnten nur ca. 40 Gläubige teilnehmen und es musste auf weitere Aktivitäten im Umfeld (z.B. Empfang im Gemeindehaus, Ansprachen etc.) verzichtet werden. Am Ende des Gottesdienstes nutzte Propst Falkenhahn aber noch die Gelegenheit für einen ganz besonderen Dank: Seit der ersten Messe im Jahre 1955 bis heute hat Herr Siegfried Karpuschewski in St. Maria mit hoher Zuverlässigkeit den Küsterdienst versehen und hat auch als Hausmeister Kirche und Gemeindehaus immer in Ordnung gehalten. Ein herzliches Dankeschön ging auch an Frau Anne-Marie Reich für ihre langjährige und engagierte Tätigkeit als Pfarrsekretärin.

Nach dem letzten Segen wurde das Ewige Licht in der Kirche St. Maria gelöscht. Der Tabernakel wurde geleert und das Allerheiligste nach St. Johannes Baptist gebracht, der zukünftig gemeinsamen Kirche aller Petershäger Katholiken.

Die Kirche St. Maria wird mit Beginn des Jahres 2021 von der russisch-orthodoxen Gemeinde genutzt werden. Die beiden bisherigen katholischen Gemeinden im Raum Petershagen werden aufgelöst und in einer neu zu gründenden Gemeinde unter dem Patronat der hl. Elisabeth von Thüringen zusammengeführt. Hugo Lüke

13.06.2020 Online-Gottesdienste aus dem Mindener Dom – eine Rückschau

Kategorien: Dom | Messe / Andacht      Schlagwörter:

Vorab: Geschrieben wurde dieser Bericht zu Pfingsten. Wie vielleicht noch nie bisher konnte ich mich bei der Erinnerung an die zehn Heiligen Messen, die ich zusammen mit einer kleinen Schar im Hochchor des verschlossenen Mindener Domes in der Zeit zwischen dem 4. Fastensonntag und dem 2. Sonntag der Osterzeit feiern durfte, in die mögliche Situation der ängstlich hinter verschlossenen Türen sitzenden Schar der Jünger hineinversetzen, kurz bevor sie vom stärkenden Heiligen Geist erfüllt wurden…

Noch ziemlich benommen von der unwirklichen Situation des frisch verhängten Lockdowns fanden wir uns also ein, um für die Gemeindemitglieder unseres Pastoralen Raums, die sich auf einmal nicht mehr in ihren Kirchen zum Gottesdienst versammeln durften, die Heilige Messe aufzuzeichnen, damit sie zwei Stunden später auf der Homepage abrufbar war.

Der Propst, der Küster, der Kameramann, der Organist und ich (als dessen Ehefrau zusammen mit ihm als eine „Coronaperson“ zählend), noch zwei weitere Personen und, sich für einige Predigten abwechselnd, auch manchmal einer der drei Pastöre – mehr Menschen waren im Sinne der Abstandsregeln nicht tragbar.

Diese kleine Gruppe empfand sich eigentlich vom ersten Moment an als Team, es herrschte eine hohe Konzentration und Disziplin – alle, die Ähnliches erlebt haben, werden das sicherlich betätigen können. „Wir für euch!“ – dieses Motto war keine leere Phrase, sondern wirklich ernst gemeinte Haltung bei allen Beteiligten, besonders beim Propst war das auf berührende Weise erkennbar.

Für mich ergab sich auch ein unverhoffter Perspektivwechsel, war ich doch noch nie zuvor als Lektorin bei einer Messe beteiligt, sondern immer irgendwie musikalisch engagiert. Auch für diese Bereicherung bin ich sehr dankbar.

Besonders intensiv empfand ich dabei an Palmsonntag und Karfreitag die Lesung des Parts des Erzählers in den Passionsberichten nach Matthäus bzw. Johannes. Für mich als Musikerin, die ihre musikalische Sozialisation ganz entscheidend durch die Matthäus- und Johannespassion von Johann Sebastian Bach erhalten hat, ein ganz besonderes Erlebnis, da die Bachsche Musik für mich während des Lesens in meinem inneren Ohr mitlief.

Besonders intensiv auch war dieses Jahr tatsächlich, eigentlich wider Erwarten, die aufkeimende Osterfreude. Die Predigt stellte das „Wir für euch“ noch einmal deutlich heraus – stellvertretend feierten wir für die abwesende Gemeinde. „Ich für euch“ – dies ist die Osterbotschaft des auferstandenen Christus, die er uns in die Zerbrechlichkeit unseres Lebens hinein bringt. Weil er meinen Tod durchlitten hat, damit er mich herausreißen kann in sein Leben. So die Worte des Pastors.

Doch, es war wirklich Ostern geworden in dieser Corona-Zeit! Christine Wagner

16.05.2020 Ein Sparschwein für die Honduras-Hilfe – Selbstgenähte Masken von der Kolpingsfamilie Minden

Kategorien: Kolping | Caritatives / Hilfe      Schlagwörter:

Eine Maske zur Bedeckung der Nase und des Mundes beim Einkaufen und an öffentlichen Orten tragen? Damit hätte vor einigen Wochen noch niemand gerechnet. Aber außergewöhnliche Zeiten erfordern besondere Maßnahmen – auch im Alltag. Und eine Corona-Pandemie kann ohne Zweifel als außergewöhnlich bezeichnet werden. Doch woher die Masken nehmen?

Dr. Stephan Rapp ergriff früh die Initiative, schon lange bevor die neuen Grundregeln gesetzlich in Kraft traten. Er wandte sich an Brigitte Viermann aus der Kolpingsfamilie Minden, um selbstgenähte, wiederverwendbare Masken für seine Arztpraxis zu erfragen – und damit kam die Aktion „Masken für die Honduras-Hilfe“ ins Rollen. Brigitte Viermann und Martina Bertram setzten sich an die Nähmaschinen und legten los. Zunächst waren nur 30 Masken für die Praxis geplant, doch auch die Wärmestube in Minden und die Caritas hörten von der Aktion und bekundeten ihr Interesse. Und schon gab es kein Halten mehr und die Nähmaschinen standen kaum noch still. Natürlich mussten auch die eigenen Familien mit den selbstgenähten Masken ausgestattet werden und so sprach sich schnell herum, dass die Kolpingsfamilie Minden die heißbegehrten Masken herstellte. Auch Freunde, Verwandte und Bekannte erkundigten sich, ob noch Masken zu bekommen seien, natürlich gegen ein Entgelt. Es konnte sich sogar ein fröhliches Motiv, das den eigenen Geschmack am besten trifft, ausgesucht werden. Doch die Näherinnen wollten aus der Situation selber keinen Profit machen und so kam Brigitte Viermann auf die Idee, ein Sparschwein neben ihre Nähmaschine zu stellen, um für die Honduras-Hilfe des Kolpingwerks zu sammeln. Jede und jeder konnte geben, was er oder sie wollte.

Die Aktion der Kolpingsfamilie Minden wurde hervorragend angenommen und es gab viele großzügige Spenden. So kamen bis heute insgesamt 518,- € zusammen, die in Honduras besonders in dieser schwierigen Zeit gut gebraucht werden können, denn auch im globalen Süden, insbesondere in Honduras, spitzt sich die Situation besonders zu. Dort trifft die Pandemie auf eine bereits bestehende Hunger-, Wasser-, Dengue- und Korruptionskrise sowie auf ein unvorbereitetes Gesundheitssystem.
Bericht: Lena Themann und Alexander Viermann

16.05.2020 kfd bereicherte zu Ostern den Gabenzaun

Kategorien: St. Paulus, kfd St. Paulus | Caritatives / Hilfe      Schlagwörter: ,

Die katholische Frauengemeinschaft St. Paulus (kfd) hat sich der Aktion „Gabenzäune“ vom ‚Bündnis gegen rechts‘ angeschlossen.

Dank der sehr großzügigen Unterstützung der lokalen Bäckereien Simon und Rippin konnten auch zu den Osterfeiertagen die Gabenzäune mit leckerem Brot, Brötchen, Osterzöpfen und bunten Ostereiern sehr gut bestückt werden. Nachdem die ersten Tüten angebracht waren, kamen Menschen vorbei, die sich über die duftenden Backwaren freuten und noch vor Ort in das erste Brötchen bissen.

Auch Schwester Annette von der Wärmestube freute sich über die Osterüberraschung in Form der leckeren Backwaren. Ein herzliches „Danke schön“ an die Bäckereien. Auszug aus einem Bericht des MT